Mehr als ein Kuriositätenkabinett, mehr als ein Terrarium, mehr als ein Aquarium – ein fesselnder Blick auf dreißig Jahre künstlerisches Schaffen des österreichisch-französischen Künstlerduos Christa Sommerer und Laurent Mignonneau.Das österreichisch-französische Künstlerduo Christa Sommerer und Laurent Mignonneau hat an der Schnittstelle von Naturwissenschaft, Technologie und Kunst Pionierarbeit für die Kunst des Interfaces geleistet – innovative technische Schnittstellen, die eine physische Interaktion zwischen simulativen Bildwelten und der Welt der natürlichen Sinnesorgane ermöglichen. Schon früh nutzten die beiden Algorithmen, um nicht nur Formen des Lebendigen, sondern auch deren Entwicklung und Wachstum darzustellen. Die von Karin Ohlenschläger, Peter Weibel und Alfred Weidinger herausgegebene Publikation in der Leonardo-Buchreihe im Verlag The MIT Press versammelt Schlüsselwerke der Künstler seit den frühen 1990er-Jahren in Bild und Text, kontextualisiert von renommierten internationalen Autoren: Reinhard Kannonier, Ryszard W. Kluszczyński, Birgit Mersmann, Tomoe Moriyama, Karin Ohlenschläger, Ingeborg Reichle und Siegfried Zielinski. In den Installationen der Künstler:innen, die nur durch die Interaktion mit den Betrachter:innen möglich sind, erzeugen die vom Künstlerpaar entworfenen Geräte neuartige virtuelle Realitäten und immersive Umgebungen. Ihre Werke, die man als Klassikern der digitalen Kunst bezeichnen könnte, eröffnen einen neuen Horizont, in dem Kunstwerke als lebende Systeme funktionieren können. Ihr Werk ist, wie Peter Weibel schreibt, „mehr als ein Kuriositätenkabinett, mehr als ein Terrarium, mehr als ein Aquarium; es zeigt Fabelwesen, künstliche Kreaturen, [und] ein bisher ungesehenes Panorama der Phantasie und des technischen Erfindungsreichtums“. Mit über 450 großformatigen Farbabbildungen Hochwertiger Kunstbuchdruck mit Hardcover--- “More than a cabinet of curiosities, more than a terrarium, more than an aquarium”: a captivating look at thirty years of artistic work by the Austrian-French artist duo Christa Sommerer and Laurent Mignonneau. Working at the intersection of natural science, technology, and art, Austrian-French artist duo Christa Sommerer and Laurent Mignonneau pioneered the “Art of Interface” – innovative technical interfaces that enable physical interaction between simulative visual worlds and the world of natural sensory organs. Early on, the pair used algorithms to represent not only forms of the living but also their evolution and growth. Edited by Karin Ohlenschläger, Peter Weibel, and Alfred Weidinger, this publication in the Leonardo book series of The MIT Press brings together key works of the artists since the early 1990s in pictures and text contextualized by renowned international authors: Reinhard Kannonier, Ryszard W. Kluszczyński, Birgit Mersmann, Tomoe Moriyama, Karin Ohlenschläger, Ingeborg Reichle, and Siegfried Zielinski. In the artists’ installations, which are possible only through interactions with the viewer, devices designed by the artist couple produce novel virtual realities and immersive environments. Their works, which could be considered as classics of digital art, open up a new horizon in which artworks can function as living systems. As Peter Weibel writes, their work is “more than a cabinet of curiosities, more than a terrarium, more than an aquarium; it shows mythical creatures, artificial creatures, [and] a so far unseen panorama of imagination and technical ingenuity.” With more than 450 large-format color illustrationsHigh quality art book with hard cover
"Jeder Mensch ist ein Künstler", verkündete Joseph Beuys. Er glaubte an die schöpferische Kraft des Individuums und die Veränderbarkeit der Welt. Und daran, dass auch – und gerade – Ereignisse: Kunst sind. Joseph Beuys gilt mit seinen legendären Aktionen als radikalster Veränderer konventioneller deutscher Kunstvorstellungen: er sprach mit toten Hasen, beklebte seinen Kopf mit Blattgold und Honig, inszenierte sich mit Speer, Gelatine und Orgelmusik als Gralshüter und wollte die Welt mit Kunst heilen. Mit seinen mythologisch aufgeladenen Inszenierungen mischte er nicht nur den Kunstbetrieb auf, sondern rüttelte auch an politischen Gewissheiten der Gesellschaft: Die einen waren fasziniert, die anderen ratlos. Viele brüskiert. Entziehen konnten sich ihm die wenigsten. Diese DVD-Edition zeigt erstmalig alle wesentlichen Aktionen von Joseph Beuys. Schwer zugängliche und verloren geglaubte Film- und Videodokumente wurden entdeckt, restauriert, digitalisiert und teils neu montiert, sodass die Edition u. a. Neuauflagen, Erstveröffentlichungen und Bonusmaterial enthält. Die Begleitpublikation veranschaulicht zudem Aktionen, die nicht filmisch oder videographisch dokumentiert wurden, mit Text- und Fotomaterial. Zudem liegt ein Werksverzeichnis der audiovisuellen Dokumente von Joseph Beuys bei, die sich im ZKM | Karlsruhe befinden. 8 DVDs mit einer Begleitpublikation und einem Verzeichnis der audiovisuellen Medien von Joseph Beuys im ZKM Erstmals zugänglich: Restaurierte, digitalisierte und neu montierte Film- und Videodokumentemit umfassender Begleitpublikation mit zahlreichen Abbildungen und Archivdokumenten aus der Privatsammlung Joseph BeuysDokumentation aller nicht filmisch oder videographisch festgehaltenen AktionenAufwändig gestaltete Box im Kunstbuchdruck
Zeitgenössische Medienkunst Seit über vierzig Jahren kreiert der deutsch-tschechische Künstler Michael Bielicky (geb. 1954 in Prag, lebt und arbeitet in Karlsruhe) innovative Arbeiten in den Bereichen Fotografie, Video und netzbasierter Installation. Seine Werke stehen stets im Dialog mit neuen technischen Entwicklungen und reichen von der medienhistorischen Tiefenzeit bis zu den magischen mathematischen Praktiken der mittelalterlichen Kabbalisten: Eigenwillige Hybride, die zugleich einer analogen wie digitalen Welt angehören und im Grenzbereich zwischen dem realen und dem virtuellen Raum agieren. Dabei stößt der Medienkünstler eine kritische Beschäftigung mit dem Wesen von Technologie, ihren materiellen und immateriellen Bedeutungen sowie ihrem Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unser Handeln an. Das Buch Perpetuum mobile bietet erstmals einen Überblick über Bielickys vielfältiges Gesamtwerk. Das Layout wurde vom Künstler selbst erarbeitet und integriert die experimentellen Bilder in einen grafischen „Stream of Consciousness“.__ The German-Czech artist Michael Bielicky (b. Prague, 1954; lives and works in Karlsruhe) has been an innovator in the fields of photography, video, and web-based installation art for over four decades. In an ongoing dialogue with emerging technological developments, his works probe the history of his media from the deepest strata to the magical mathematical practices of the medieval Cabalists: idiosyncratic hybrids that straddle the boundary between the analog and digital worlds. Operating on the interfaces between real and virtual spaces, his media art prompts a critical reflection on the nature of technology, its material and immaterial significations, and the ways in which it informs our perceptions and actions. The book Perpetuum mobile is the first to offer a comprehensive survey of Bielicky’s rich and diverse oeuvre. The layout, designed by the artist himself, integrates the experimental images into a graphic “stream of consciousness.”
Die Fotografien von Marion Kalter handeln stets von Menschen – für sie hat sich die Künstlerin bereits als junge Journalistin interessiert. Darunter die künstlerische und intellektuelle Avantgarde der 1970er-Jahre, wie etwa Anaïs Nin, Paul Bowles, William Burroughs, Allen Ginsberg, Susan Sontag oder Meret Oppenheim. Bei den damals noch jungen Rencontres d’Arles und in Paris begegnete sie Fotograf:innen wie Mary Ellen Mark oder Garry Winogrand. Deep Time ist die Bilder- und Lebensgeschichte von Marion Kalter. In ihrer ersten Monografie nimmt sie anhand einer Reihe von verschiedenen fotografischen Techniken und Sujets die Inventur einer Zeit und deren Lebensgefühls vor. Klassische Porträts reihen sich an radikale Selbstinszenierungen. Stillleben von Gegenständen aus dem Nachlass von Kalters Eltern und Collagen historischer Fotos treffen auf zeitgenössische Aufnahmen, die mit dem Smartphone gemacht wurden. Zwischen diesen verschiedenen zeitlichen und geografischen Fixpunkten tut sich ein beeindruckender Bildkosmos auf, dessen einzige Konstanten die Intensität und Subjektivität sind, mit der Kalter versucht ihre Vergangenheit zu verstehen. Marion Kalter’s photographs are always about people – the artist was already fascinated by them as a young journalist. Among them were the artistic and intellectual avant-garde of the 1970s, such as Anaïs Nin, Paul Bowles, William Burroughs, Allen Ginsberg, Susan Sontag, and Meret Oppenheim. At the then still young Rencontres d’Arles and in Paris, she met photographers such as Mary Ellen Mark and Garry Winogrand. Deep Time is the picture and life story of Marion Kalter. In her first monograph, she takes stock of an era and its attitude to life through a series of different photographic techniques and subjects. Classic portraits line up with radical self-stagings. Still lifes of objects from the estate of Kalter’s parents and collages of historical photographs meet contemporary shots taken with smartphones. Between these different temporal and geographical fixed points, an impressive pictorial cosmos opens up, whose only constants are the intensity and subjectivity with which Marion Kalter tries to understand her past.
Vom Körper zum Raum – Skulptur im 20. und 21. JahrhundertDas monumentale und reich bebilderte Buch präsentiert eine neue Theorie über die grundlegenden Unterschiede der modernen Skulptur zu Werken der Vergangenheit.Vor 1900 basierte die Skulptur auf den Kategorien Masse, Volumen und Schwerkraft. Doch mit den neuen Raum- und Zeiterfahrungen, die die Industrielle Revolution und ihre Technik mit sich brachten, wurden diese historischen Kategorien, die vom Körper abgeleitet waren, rigoros negiert. Nach 1900 definierte sich die Skulptur vom Raum aus: Die Künstler:innen beschäftigten sich mit den neuen Formen dieser Zwischenräume und negativen Räume. Negative Space entfaltet die revolutionären Wege der abstrakten Skulptur im 20. und 21. Jahrhundert: von linearen und flächigen, hängenden und pneumatischen Skulpturen bis hin zu virtuellen Volumen und immersiven Environments.- Das Standardwerk zur Skulptur im 20. und 21. Jahrhundert - Mit großformatigen Farbabbildungen von 800 Werken von mehr als 400 Künstler:innen - Hochwertiger Kunstbuchdruck mit Hardcover und ausfaltbarer Raumskulptur - in Englischer SpracheFrom body to space – Sculpture in the 20th and 21st centuries This monumental and richly illustrated book demonstrates a new theory about modern sculpture’s fundamental differences from works of the past. Before 1900, sculpture was based on the categories mass, volume, and gravity. But with the new experiences of space and time brought about by the Industrial Revolution and its technology, these historical categories derived from the body were rigorously denied. After 1900, sculpture conceived the shaping of space as its only domain: Artists focused on the new shapes of these empty, interstitial, and negative spaces. Negative Space unfolds the revolutionary trajectories of abstract sculpture in the twentieth and twenty-first centuries: from linear and planar, suspended and pneumatic sculptures to virtual volumes and immersive environments.- The standard work on sculpture in the 20th and 21st centuries - With large-format color illustrations of 800 works by more than 400 artists - High quality art book with hard cover and fold out space sculpture
The two-year, three-city exhibition and research project »Digital Imaginaries« brought together artists, makers, architects, and social scientists to examine digital futures on the African continent. This book presents resulting artistic and scholarly productions alongside additional works. The contributions in this volume deal with diverse digital phenomena: From the continued impact of toxic histories and the conflict-ridden extraction of minerals critical to the digital economy to video games, experimental architecture, the reappropriation of smart city and innovation practices, the commoning of resources, attempts to digitize voter trust, calls for digital resistance and decolonial healing, the relationships between humans and technics, utopia and dystopia, and the limits of reason. The contributions articulate imaginaries and agendas capable of staving off the domination of market interests, state surveillance, and postcolonial hegemonies. Starting from positions on the African continent and in the African diaspora, the works collated here contribute to the global struggle for more diverse and inclusive digital futures.The contributions in this volume deal with diverse digital phenomena: From the continued impact of toxic histories and the conflict-ridden extraction of minerals critical to the digital economy to video games, experimental architecture, the reappropriation of smart city and innovation practices, the commoning of resources, attempts to digitize voter trust, calls for digital resistance and decolonial healing, the relationships between humans and technics, utopia and dystopia, and the limits of reason. The contributions articulate imaginaries and agendas capable of staving off the domination of market interests, state surveillance, and postcolonial hegemonies. Starting from positions on the African continent and in the African diaspora, the works collated here contribute to the global struggle for more diverse and inclusive digital futures.
Das Ausstellungs- und Rechercheprojekt »Digital Imaginaries« brachte Kunstschaffende, Maker und Produzentinnen und Produzenten aus Kunst und Wissenschaft zusammen, um digitale Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent zu untersuchen. Dieses Buch präsentiert die Ergebnisse dieses Austauschs neben weiteren Arbeiten. Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich mit so unterschiedlichen Phänomenen wie den anhaltenden Auswirkungen toxischer Geschichte, dem konfliktreichen Abbau von Mineralien, die für die digitale Ökonomie entscheidend sind, mit Videospielen, experimenteller Architektur, der Aneignung von Smart-City-Konzepten und Praktiken der Innovation. Sie handeln von der Vergemeinschaftung von Ressourcen, der Digitalisierung von Wahlen, Aufrufen zu digitalem Widerstand und dekolonialer Heilung, den Beziehungen zwischen Mensch und Technik, von Utopie und Dystopie sowie den Grenzen der Vernunft. Die Texte richten sich gegen die Dominanz von Marktinteressen, staatlicher Überwachung und postkolonialer Hegemonie. Ausgehend von Positionen auf dem afrikanischen Kontinent und in seiner Diaspora, tragen sie zum globalen Kampf für vielfältigere und inklusivere digitale Zukünfte bei.
In drei Werkgruppen der späten 1990er-Jahre befasst sich Stephan von Huene mit unterschiedlichen Modi des Sprechens über Kunst und entlarvt den aufgeblasenen Sprachstil der Kunstkritik. Das Buch legt die Hintergründe der Werke offen, mit denen er für einen unvoreingenommenen Umgang mit Kunst wirbt, und versammelt zahlreiches, zum Teil unveröffentlichtes Archivmaterial wie Briefe, Zeichnungen und Texte aus seinem Nachlass. Aus vielfältigen Perspektiven wie in eindrucksvollen Bildern werden Inspiration und Schaffensprozess des Künstlers nachgezeichnet.
Die kompletten Kompositionsschriften der Band The Hub, den Pionieren der elektronischen NetzwerkmusikDas US-amerikanische Ensemble The Hub zählt zu den Pionieren der Netzwerkmusik und des Live-Codings. Die aus Tim Perkis, Scot Gresham-Lancaster, Chris Brown, John Bischoff, Phil Stone und Mark Trayle bestehende Formation ging 1986 aus der League of Automatic Music Composers hervor. Sie revolutionierte die elektronische Musik mit demokratisch organisierten und in Netzwerken agierenden Kompositions- und Performanceprozessen. 2018 wurde the Hub mit dem Giga-Hertz-Preis des ZKM | Hertz-Labors und des SWR Experimentalstudios ausgezeichnet.Der vorliegende Band legt erstmals die kompletten Kompositionsschriften der Band vor und zeichnet die Bandgeschichte aus verschiedenen Perspektiven nach. - Das Vermächtnis der Giga-Hertz-Preisträger 2018- Die kompletten Kompositionsschriften der Band- Multiperspektivisch: Die Band, aber auch internationale Wegbegleiter:innen, Wissenschaftler:innen und zeitgenössische Positionen kommen zu Wort- Mit zahlreichen Zeitdokumenten und Fotos“With the now predominance of pre-chewed software creating deep musical ruts, listening to the Hub is exhilarating, the music demented and punk. (…) Playful, ironic, subversive, irreverent, unbridled, raunchy, home grown and unapologetic…” (Laetitia Sonami) “What we have here is a great vehicle to navigate the landscape of being under, in, and out of control (…) more than just enjoyable.” (Julian Rohrhuber) Musical history of technology and current perspectives on and from The HubThe US ensemble ‘The Hub’ is one of the pioneers of network music and live coding. The formation consisting of Tim Perkis, Scot Gresham-Lancaster, Chris Brown, John Bischoff, Phil Stone and Mark Trayle emerged from the League of Automatic Music Composers in 1986. They revolutionized electronic music with democratically organized composition and performance processes operating in networks, and received the Giga-Hertz Prize from the ZKM | Hertz-Lab and the SWR Experimental Studio in 2018.This volume presents the band's complete compositional writings for the first time, tracing the band's history from a variety of perspectives.- The legacy of the 2018 Giga-Hertz Prize winners. - For the first time, the scores of the band are collected and published. - Multi-perspective: the band, but also international companions, scholars and contemporary positions have their say. - With numerous historical documents and photos. “With the now predominance of pre-chewed software creating deep musical ruts, listening to the Hub is exhilarating, the music demented and punk. (…) Playful, ironic, subversive, irreverent, unbridled, raunchy, home grown and unapologetic…”(Laetitia Sonami)“What we have here is a great vehicle to navigate the landscape of being under, in, and out of control (…) more than just enjoyable.”(Julian Rohrhuber)
Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Disziplinen skizzieren die Orientierungslosigkeit in einer Welt, die mit dem Klimawandel konfrontiert ist. Beim Kartografieren des Landes, das sie bewohnen wollen, entdecken sie nicht den Globus, nicht den ikonischen »Blauen Planeten«, sondern eine Reihe Kritischer Zonen - uneinheitlich, mannigfaltig, volatil. Pierre Charbonnier - Emanuele Coccia - Sébastien Dutreuil - Jérôme Gaillardet - Martin Guinard - Emilie Hache - Bettina Korintenberg - Bruno Latour - Timothy M. Lenton - Laura Dassow Walls - Peter Weibel - Jan Zalasiewicz
Dieses Buch führt in einem großen historischen Bogen in eine revolutionäre Theorie der medialen Bedingungen von Sprache bzw. der Selbstreflexion von Sprache als Medium ein. Vor Jahrtausenden beginnt die Verwandlung von Sprache in Schrift, die Sequenzierung des kontinuierlichen Lautstroms der menschlichen Rede in diskrete, visuelle Zeichen, in ein Alphabet aus Buchstaben, die als Noten der Laute dienen. Diese Schriftzeichen bedürfen allerdings eines technischen Trägermediums. Schrift ist das Urmedium, das erste Speicher- und Fernmedium. Sie macht symbolisch anwesend, was real abwesend ist, bringt nahe, was räumlich und zeitlich entfernt ist. Die Technik setzt die Arbeit der Schrift fort: Töne, Texte und Bilder überwinden die räumliche und zeitliche Ferne (griech. tele) durch die Teletechnologien. Durch neue Maschinen und Medien expandiert die Sprachkunst im 20. Jahrhundert ins visuelle und technische Feld. Im Medium des Bewegtbildes findet die Befreiung der Buchstaben statt. Lesetexte werden zu Sehtexten. Die Zeichen des Alphabets werden zu abstrakten Zeichen, manuelle und mechanische Techniken werden zu elektronischen. Die Bindung der Schrift an Papier und Buch setzt aus und die Migration der Buchstaben von einem Gastmedium zum anderen setzt ein: vom Buch zum Bildschirm, von der Papierseite zur Website, Bits und Bytes statt Lettern aus Blei, binäre Ziffernketten statt Zeichenketten, Computer statt Schreibmaschine. Am Ende der Gutenberg-Revolution wird der Algorithmus zum Autor und der Leser navigiert interaktiv im virtuellen Buchstabenfeld. Auf die akustischen und visuellen Codes als erste Stufen der menschlichen Abstraktionsleistung und Symbolverarbeitung folgt nun die dritte Stufe: der numerische Code.Im vorliegenden Band werden in präzisen Analysen die innovativen Leistungen der Sprachkunst, insbesondere des 20. und 21. Jahrhunderts, und deren Potenzial im digitalen Zeitalter vorgestellt.
Ultra Sounds is the first study of the Polish Radio Experimental Studio (PRES), an early «laboratory» for the production of electronic and electro-acoustic music, and the first of its kind in the Eastern Bloc. It was established in fall 1957. Composers and engineers working there produced some of the most original and often challenging electronic music, «musique concrète» and radio plays of the era. The Studio formed an island of international connection, hosting many leading composers from the East and the West. This well illustrated book features essays by leading musicologists and architectural, art and film historians, as well as interviews with engineers who worked in the Studio and transcripts of historic lectures and broadcasts by key figures in its history. It offers a comprehensive account of the Studio in the context of the revival of modernist experiment in post-Stalinist Poland in the 1960s.
Italys northern border follows the watershed that separates the drainage basins of Northern and Southern Europe. Running mostly at high altitudes, it crosses snowfields and perennial glaciers - all of which are now melting as a result of anthropogenic climate change. As the watershed shifts so does the border, contradicting its representations on official maps. Italy, Austria, and Switzerland have consequently introduced the novel legal concept of a «moving border,» one that acknowledges the volatility of geographical features once thought to be stable. A Moving Border. Alpine Cartographies of Climate Change builds upon the Italian Limes project by Studio Folder, which was devised in 2014 to survey the fluctuations of the boundary line across the Alps in real time. The book charts the effects of climate change on geopolitical understandings of border and the cartographic methods used to represent them. Locating the Italian condition alongside a longer political history of boundary making, the book brings together critical essays, visualizations, and unpublished documents from state archives. By examining the nexus of nationalism and cartography, «A Moving Border» details how borders are both material and imagined, and the ways global warming challenges Western conceptions of territory. Even more, it provides a blueprint for spatial intervention in a world where ecological processes are bound to dominate geopolitical affairs.
The first comprehensive history of MITs Center for Advanced Visual Studies (CAVS), told through personal accounts and groundbreaking artwork. The Center for Advanced Visual Studies (CAVS) at the Massachusetts Institute of Technology (MIT) was established in 1967 as a workshop for explorations in art, science, technology, and environment. It became an incubator for new art forms and integrative ideas. CAVS brought together mature, mid-career and young artists as well as students, working individually and in groups with MIT scientists and engineers to dream of and build collaborative projects, events, exhibitions, and celebrations. Drawn from texts, pictures, interviews and original sources in a newly digitized archive of nearly 30,000 entries, Centerbook tells the story of CAVS through the artworks and words of its Fellows and graduates. Fellows included Charlotte Moorman, Nam June Paik, Harriet Casdin-Silver, Vassilakis Takis, Stan VanDerBeek, Joe Davis, Yvonne Rainer, Maryanne Amacher, Wen-Ying Tsai and Aldo Tambellini, to name a few from its international community of prominent and developing artists.
Von den alten Griechen bis zur Gegenwart, vom Buch zum Grammofon, von Johannes Gutenberg bis Alan Turing - die apparativen Veränderungen der Produktions-, Speicher-, Übertragungs- und Rezeptionsmedien prägen unsere Kultur. Mit einer sechsbändigen Auswahl seiner Schriften legt Peter Weibel eine Enzyklopädie vor, die alle Bereiche der Medienwelt diskursiv abdeckt.Im dritten Band untersucht Peter Weibel im engen Zusammenspiel von Technik- und Philosophiegeschichte, wie die medialen Veränderungen des Bildes, von der Fotografie bis zur Computeranimation, nicht nur den Bildstatus, sondern auch den Kunstbegriff erweitert haben. Das Bild wurde zu einem interaktiven, partizipatorischen Ereignis- und Handlungsfeld mit virtueller Speicherung, variablem Inhalt und viablem Verhalten.
The life and work of the outstanding Catalan-Majorcan philosopher, logician, and mystic Ramon Llull continues to fascinate thinkers, artists, and scholars worldwide. The primary idea of Ramon Llulls teachings - to enable rational and therefore trustworthy dialogue between cultures and religions through a universally valid system of symbols - is today still topical and of great relevance, especially in the tensions prevailing in globalized spaces of possibility. In this book, international experts address Lullism as a remarkable and distinctive method of thinking and experimenting.
Elektroakustische Raum-Klangphänomene, plastic sound objects, tauchen bei bestimmten Klangproduktionsverfahren in der Computermusik der vergangenen 60 Jahren verstärkt auf und sind unabhängig von ihren technischen Beschreibungen und metaphorischen Zuschreibungen als "klassische" skulpturale Körper-Raumbeziehungen einzuordnen.In seinem Paper "Aurale Skulpturalität" behandelt der Komponist und Klangkünstler Gerriet K. Sharma skulpturale Aspekte in der Lautsprechermusik und stellt den Skulpturbegriff der akusmatischen Musik zur Disposition. Seine Publikation strebt eine radikal andere Definition medienspezifischer Raum-Klangphänomene als "skulptural" an und zielt auf die Entwicklung einer ästhetischen raumkomponierenden Praxis, die Raum zur Entwicklung von klang-plastischem Material voraussetzt.Diese Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung Negativer Raum - Skulptur und Installation im 20. und 21. Jahrhundert des ZKM | Karlsruhe (6.4. - 11.8.2019) und wird im Rahmen des Projekts Interfaces durch das Förderprogramm Kreatives Europa der Europäischen Union unterstützt.
This milestone volume maps fifty years of artistsengagement with sound. Since the beginning of the new millennium, numerous historical and critical works have established sound art as an artistic genre in its own right, with an accepted genealogy that begins with Futurism, Dada, and Fluxus, as well as disciplinary classifications that effectively restrict artistic practice to particular tools and venues.This book, companion volume to a massive 2012-2013 exhibition at ZKM Karlsruhe, goes beyond these established disciplinary divides to chart the evolution and the full potential of sound as a medium of art. The book begins with an extensive overview by editor Peter Weibel that considers the history of sound as media art, examining work by visual artists, composers, musicians, and architects alike. Subsequent essays examine sound experiments in antiquity, sonification of art and science, and internet-based sound art. Experts then survey the global field of sound art research and practice, in essays that describe the past, present, and future of sound art in Germany, Japan, China, the United States, the United Kingdom, Russia, Canada, Turkey, Australia, and Scandinavia. The texts are accompanied by an extensive photographic documentation of the ZKM exhibition.
Anlässlich des 25. Jubiläumsjahres der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe verwandelten Forscherinnen und Forscher aus allen Erdteilen die Kunst- undDesign-Universität sowie ihre Schwesterinstitution, das ZKM | Zentrum für Kunst undMedien Karlsruhe, im Zuge der Konferenz Potential Spaces (16.-18. Februar 2017) füreinige Tage in einen Möglichkeitsraum für mannigfaltige Zukünfte vonForschung und Lehre in Kunst und Design.Zur Erörterung möglichst mutiger Entwürfe versammelte Potential SpacesForscherinnen und Forscher, Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler sowie Gestalterinnen und Gestalter aus unterschiedlichsten Zusammenhängen
Die Publikation »Ed Sommer. Planetare Allianz« bietet eine Übersicht über das vielschichtige und außergewöhnliche Werk des Künstlers Ed Sommer, der sich selbst als Bildsprachenmacher bezeichnete. Sein Schaffen seit 1959 umfasst Metallobjekte, Formungen aus Acrylglas, gestische Malerei, erotische Filme, Projektionsfotografien, dialogische Porträts, Textpartituren und Sprechtexte. Im Jahr 2014 übernahm das ZKM | Karlsruhe zahlreiche Werke Ed Sommers in seine Sammlung. Die Publikation gibt einen Einblick in das Gesamtwerk des Künstlers.
How does the way art is perceived by the public change the meaning of said art and how does the involvement of the audience transform a body of work? Does the public decide on the relevance of an artwork by the degree of social interaction? And what happens if the message of an artist is perceived differently by individual viewers? The installation Phenotypes/Limited Forms addresses these questions by encouraging visitors to pick their favorite subjects out of a total of several hundreds of displayed photographs by photographer Armin Linke, rearrange them, name their sequences and print them. The publication of the same name acts as an extension of the interactive exhibition and social experiment and analyzes the 30.000 sequences selected by the public.