No other genre sets words in motion the way that film does: whether it is an art film, a dramatic film, advertising, or a music video, the scripted film has been established since the pioneering days of film in the late nineteenth century, and has expanded to other areas since then. In a certain way, lead type from the early days of printing has found it way onto 21st-century screens. With analogue and digital work methods, words in motion have continued to become even more multifaceted. They are no longer simply used to convey information, but have gained an autonomous, aesthetic status of their own. This volume deals with the artistic word-film, in particular, and presents examples of analogue and digital films in which animated and designed words, sometimes set to music, are turned into a major character, going far beyond what is conventionally expected of words and words in film.
Sasha Waltz (*1963 in Karlsruhe) ist eine Pionierin der Sasha Waltz (*1963 in Karlsruhe) ist eine Pionierin der »installativen Wende«. Sie entwickelt den Installationsbegriff weiter: Tanz wird zur Installation und Installation zur Handlung. Im Ausstellungsraum bewegt sich der Betrachter auf der »Bühne« durch das Geschehen, er ist deren Teil und bestimmt selbst die Distanz zum Geschehen beziehungsweise zum Objekt. Die Übergänge zwischen Aufführung und Ausstellung sind fließend. Dies ist das neue Signum von Sasha Waltz. Der Band dokumentiert eine Ausstellung der Künstlerin am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, in der große Installationen das Zentrum bilden. Ergänzt wird dies durch zahlreiche kleinere Installationen und Objekte, noch nie gezeigte Dokumente und Archivmaterialien sowie ein umfangreiches Performanceprogramm, dem Musik von Komponisten wie Jonathan Bepler, Pascal Dusapin und Hans Peter Kuhn sowie Henry Purcell und Franz Schubert zugrunde liegt.
The book is devoted to the artistic work of Jean-Jacques Lebel. The focus is on the happenings of the 1960s, which are documented in numerous illustrations and analyzed in detail by Alyce Mahon, a professor at Cambridge. Texts by Félix Guattari (1988) and Robert Fleck examine Lebel's signature pictorial method of 'montrage' (from 'montage' and the French montrer, 'to show'). The book is published on occasion of the exhibition «Jean-Jacques Lebel: The Highest of All the Arts is Insurrection» Medienmuseum, Karlsruhe 2014 in cooperation with Margrit Brehm und Axel Heil.
Das Buch stellt das künstlerische Schaffen von Jean-Jacques Lebel erstmalig exemplarisch in Deutschland vor. Im Zentrum stehen die Happenings der 1960er-Jahre, die alle mit zahlreichen Abbildungen dokumentiert und von Alyce Mahon, Professorin in Cambridge, detailliert analysiert werden. Die Texte von Félix Guattari (1988) und Robert Fleck analysieren die spezifische von Lebel in seinen bildnerischen Werken eingesetzte Methode der "Montrage" (von "montage" und "montrer", frz. für "zeigen"). Das Buch ist rschienen anlässlich der Ausstellung »Jean-Jacques Lebel: Die höchste Kunst ist der Aufstand« Medienmuseum, Karlsruhe 2014 in Zusammenarbeit mit Margrit Brehm und Axel Heil.
Unzählige Kameraaugen und Sensoren sind heute auf die Welt gerichtet. Sie erfassen Landmassen und Meeresböden, die Oberflächen von Pflanzen, menschlichen und tierischen Körpern sowie die Beschaffenheit der Atmosphäre. Durch aufwendige Rechenprozesse werden die so gewonnenen Messdaten für das menschliche Auge in Bilder übersetzt. Diese Verfahren sind die Grundlage wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns; sie dienen der Steuerung und Überwachung industrieller Produktionsprozesse und nicht zuletzt der Kontrolle und Entscheidungsfindung in Medizin, Recht und Politik. »Maschinensehen« gewährt Einblick in jene Orte, an denen an neuen Mess-, Visualisierungs- und Automationstechniken gearbeitet wird, und dokumentiert damit einen Bereich unserer Kultur, der einem so raschen Wandel unterworfen ist, dass das Wissen über aktuelle Konzepte, Geräte und Verfahren fast ohne Ausnahme in kürzester Zeit unwiederbringlich verloren sein wird.
Die multimedialen Aktivitäten von Jürgen Claus als Künstler, Theoretiker und Lehrer entsprechen dem Idealbild der klassischen Moderne, wie es zum Beispiel die Bauhaus-Künstler verkörpern. Im Zeitalter der Neo-Avantgarde und des Hochkapitalismus war das Ideal schwierig zu verwirklichen. Jürgen Claus hat in seinen einflussreichen und überragenden Publikationen und Werken diesen Anspruch der modernen Kunst, ein universelles Medium zu sein, noch einmal durchgesetzt. Vergleichbar einem Giorgio Vasari des 20. Jahrhunderts, berichtet Jürgen Claus von seinen Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Herbert Bayer, Vilem Flusser, Hans Hartung, Nam June Paik, Otto Piene, Pierre Restany und Stelarc im Laufe von 40 Jahren. In einem langjährigen, vielfältigen und sehr persönlichen Austausch über Kunst - hier in Form von Gesprächen, Briefen sowie Tagebucheinträgen wiedergegeben - werden die Traditionslinien sichtbar, die nicht nur für die Moderne, sondern auch für die Arbeiten von Jürgen Claus prägend sind. Jürgen Claus selbst nennt es »erlebte Zeitgenossenschaft«.
The geography of the visual arts changed with the end of the Cold War. Contemporary art was no longer defined, exhibited, interpreted, and acquired according to a blueprint drawn up in New York, London, Paris, or Berlin. The art world distributed itself into art worlds. With the emergence of new art scenes in Asia and the Middle East and the explosion of biennials, the visual arts have become globalized as surely as the world economy has. This book offers a new map of contemporary art's new worlds and documents the globalization of the visual arts and the rise of the contemporary over the last twenty years.
Thanks to recent advances in molecular science and nanotechnology, we are now able to transcend the limits of natural perception and see layers of matter previously invisible to the naked eye. This book documents both the aesthetic and cognitive developments in what Félix Guattari once coined the »Molecular Revolution« (1977). Yet for the first time in this volume, artists and scientists jointly explore previously unseen and unknown empirical and theoretical objects. The book suggests ways in which art and science can draw inspiration from one another.
Werner Büttner prägt seit den 1980er-Jahren mit Künstlern wie Martin Kippenberger und Albert Oehlen nachhaltig die deutsche Kunstszene. Seine Bilder, Zeichnungen, Collagen, Grafiken und Skulpturen sprühen vor Einfallsreichtum und rebellischem Witz. Mit Ironie und beißendem Spott begegnet der Künstler sozialen Realitäten sowie dem Kunstsystem selbst; dabei scheut er nicht die Überschreitung von gesellschaftlichen Tabus. Büttner hat mit dem Illusionismus der wieder erstarkten gegenständlichen Malerei der 1960er- und 1970er Jahre gebrochen und die gängigen Vorstellungen von Malerei in der Kunstwelt und beim Publikum in jeder Hinsicht unterlaufen. Auch sein hintersinniger Umgang mit Sprache und ihrem Verhältnis zur Kunst ist mittlerweile legendär. Die üppig ausgestattete Publikation mit zahlreichen Abbildungen und fundierten Texten belegt die Bedeutung von Werner Büttner in Bezug auf die Entwicklung der deutschen Kunst im ausgehenden 20. Jahrhundert und stellt ihn als eine ihrer zentralen Figuren und Vordenker dar.
Ausgehend von der Frage nach der musealen Darstellbarkeit und Reproduzierbarkeit historischer Live-Acts der Performance und Tanzkunst wurden im ZKM I Karlsruhe neue Formen der Ausstellung und der Dokumentation von Performancekunst und Ihrer Geschichte erarbeitet und erprobt. In bewusster Abgrenzung zum männlich dominierten Kunstgeschehen zeigt Moments eine repräsentative Auswahl von Künstlerinnen: Marina Abramovi%u0107, Graciela Carnevale, Simone Forti, Anna Halprin, Lynn Hershman Leeson, Reinhild Hoffmann, Channa Horwitz, Sanja Ivekovi%u0107, Adrian Piper und Yvonne Rainer. Ihre Arbeiten gelten heute als revolutionäre Meilensteine der Performance und der Tanzkunst. Unter Mitwirkung der zum Teil anwesenden Künstlerinnen wurden diese Schlüsselwerke im Dialog mit Performern der jüngsten Generation wieder aufgeführt und neu Interpretiert. Die vorliegende Publikation dokumentiert in einer reich bebilderten Fotostrecke die vielschichtigen Prozesse im Ausstellungsraum und kombiniert sie mit einer grundlegenden wissenschaftlichen Aufarbeitung der Thematik in dreizehn Essays zum aktuellen Forschungsstand von Performance Im Bereich Tanz und bildende Kunst.
Der Wegbereiter der kinetischen multimedialen KunstOtto Piene gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter einer kinetischen, auf Technik basierenden multimedialen Kunst. Piene gehörte 1958 zu den Mitbegründern der Zero-Bewegung in Düsseldorf, einer der einflussreichsten Avantgarde-Bewegungen des 20. Jahrhunderts. Mehr als 50 Jahre lang arbeitete der Künstler mit den Naturphänomenen Licht, Luft und Feuer, um eine versöhnliche Symbiose aus Mensch, Technik und Natur zu schaffen. Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft, durch die die Kunst eine gesellschaftlich relevante und politische Dimension erhält, war typisch für seine langjährige Tätigkeit als Direktor des renommierten Center for Advanced Visual Studies (CAVS) am MIT in Boston, das sich dank Pienes Einsatz von 1974 bis 1994 zu einem der führenden Zentren für Kunst und Technologie entwickelte.Otto Piene is considered world-wide to be one of the most important trailblazers of an interdisciplinary form of multimedia art based on technology. In 1958 Piene was among the founders of the Zero movement in Düsseldorf one of the most influential avant-garde movements of the 20th century. For more than 50 years, Piene worked with the natural phenomena of light, air and fire to create a conciliatory symbiosis of man, technology and nature. The combination of art and science through which art is assigned a socially relevant and political dimension was typical of his many years acting as Director of the renowned Center for Advanced Visual Studies (CAVS) at MIT in Boston, which thanks to Piene s efforts from 1974 to 1994 emerged as one of the leading centers for arts and technology. The current catalog appears on the occasion of the exhibition Energiefelder at ZKM | Museum für Neue Kunst.
Are you born-digital? This could be the ultimate, decisive question in the future when it comes to preserving and making the art of our time accessible for future generations. This book presents the results of the «digital art conservation» project that was conceptualized and implemented at the ZKM | Center for Art and Media Karlsruhe beginning in 2010. It includes text contributions by leading theorists, restorers, programmers, and artists as well as case studies. It is designed to foster the international debate on the preservation of digital art. With contributions by Edmond Couchot, Alain Depocas, Johannes Gfeller, Sabine Himmelsbach, Anne Laforet, Aymeric Mansoux, Antoni Muntadas, Jussi Parikka, Bernhard Serexhe, Peter Weibel, and Siegfried Zielinski.
Der vorliegende Band präsentiert bislang unveröffentlichtes Bildmaterial, das auf eindrückliche Weise das Leben im russischen Reich im 19. Jahrhundert dokumentiert. Im Auftrag des Zaren versuchten Fotografen in den 1860er- und 1870er-Jahren, das für die damalige Zeit neue Medium Fotografie zur systematischen Dokumentation unterschiedlicher Facetten des Lebens im gesamten russischen Reich zu nutzen: verschiedene Bevölkerungsschichten, Völker, Landschaften, Städte, industrielle Projekte, traditionelle Bräuche, Kriegsereignisse und Gefängnisse. Da Fotografie meist im privaten oder kommerziellen Rahmen verwendet wurde, stellen diese Bilder einen interessanten sozialgeschichtlichen Sonderfall dar, und in gewisser Weise fungieren sie auch als visuelle Fortschreibungen der russischen realistischen Literatur der damaligen Zeit. Obwohl die Dokumentationsprojekte von offiziellen Stellen unterstützt wurden, werfen die Bilder einen realistischen, illusionslosen Blick auf das vorrevolutionäre Russland. Das Buch versammelt erstmals mehr als 300 Fotos von fünf russischen Museen und zwei privaten Leihgebern und erschließt dadurch eine immer noch wenig bekannte Epoche in der Entwicklung des Mediums Fotografie.
Der Künstler Bernhard Sandfort (*1936, Köln) hat seit den frühen 1960er-Jahren - in Abgrenzung zu Informel und Tachismus - ein strenges malerisches Konzept realisiert. Die Anordnung in seinen Bildern ist festen kompositorischen Regeln untergeordnet und fordert gleichzeitig den Zufall heraus. In diesem Zusammenhang hat Sandfort den Begriff der 'metastatischen' oder auch 'dialogischen' Malerei formuliert. Mit der Eröffnung der 'Galerie für kollektive Kunst' 1969 in Berlin beginnt das gesellschaftspolitische Engagement des Künstlers. Sandfort suchte fortan nach Möglichkeiten, Kunst direkt und ohne Umwege an den Kunden zu bringen. 1970 gründet er seine Produzentengalerie 'Augenladen' in Mannheim. Hier organisiert Sandfort bis heute neben Ausstellungen auch Veranstaltungen zu gesellschaftspolitischen Fragen.
Wenn der weltweit gefeierte Künstler Robert Wilson über seine Videoporträts spricht, dann erzählt er zunächst von seinem Wunsch, ästhetische und geistige Räume zu gestalten. Geprägt von einer intensiven Bild- und Tonsprache, haben Wilsons «Darsteller» eine überraschend sinnliche Präsenz. Mehr als dreißig dieser poetischen Arbeiten sind im ZKM zu sehen. Sie zeigen theatralische Inszenierungen von Hollywoodstars und Persönlichkeiten wie Brad Pitt, Caroline von Monaco, Isabella Rossellini, Salma Hayek, Dita von Teese, Robert Downey Jr., aber auch von Tieren und unbekannten Passanten. Wilsons Künstlertum konstruiert sich aus einer Reihe singulärer persönlicher Erfahrungen (Sprachbehinderung), wie auch aus den entscheidenden Impulsen der 1960er-Jahre (von Performance bis Minimal Art), die auch in seine legendären Theaterinszenierungen seit den 1970er-Jahren einflossen. Seine ersten Videoporträts von bedeutenden Persönlichkeiten wie Louis Aragon, Pontus Hultén, Helene Rochas, von Passanten und Tieren schuf Wilson bereits in den 1970er-Jahren. In seinen jüngsten Porträts nutzt er seit 2004 die technischen Möglichkeiten der High-Definition-Auflösung, die es ihm erlaubt, den Reichtum seiner Bild- und Bühnensprache auszudifferenzieren. Bewegung, Gestik, Make-up, Kostüm, Kulisse, Lichteinsatz ebenso wie die Stile der Hoch- und Popkultur, die klassischen wie neuen Medien: Malerei, Design, Musik, Oper, Tanz, Theater, Fotografie, Fernsehen, Film etc. kommen in Wilsons Videoporträts zusammen. Die dargestellten Persönlichkeiten verweisen dabei teils auf eigene biografische Details, teils auf kulturgeschichtliche Quellen. Robert Downey Jr. stellt beispielsweise den Leichnam von Rembrandts Gemälde «Anatomie des Dr. Nicolaes Tulp» (1632) dar, während Brad Pitt die mimische Kraft seiner Schauspielkunst mit Pistole und in Boxershorts demonstriert. Untermalt werden diese Tableaus teils mit von Wilson selbst gesprochenen Texten und Musik bedeutender Komponisten (u.a. Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Raymond Scott, Tom Waits). In seinen Porträts von unbekannten Menschen und Tieren erreicht Wilsons komplexe Bild- und Tonsprache ihren Höhepunkt als Zelebrierung der Empathie. Wilsons Videoporträts haben also eine die Wahrnehmung erweiternde Funktion. In der Geschichte der Porträtmalerei und des fotografischen Porträts stellen seine Videoporträts eine Klimax dar, die wegweisend ist.
Die Ausstellung »Car Culture. Medien der Mobilität« und das vorliegende Buch zeigen erstmals die Parallelentwicklung der physischen und virtuellen Mobilität, beziehungsweise Kommunikation, von Hertz bis zum Handy, vom Automobil bis zum Mobilfunk, durch die die Menschen grenzenlos mobil geworden sind. Mit mehr als 400 Abbildungen und Essays und Textbeiträgen von Thomas Girst, Jürgen Jähnert, Marshall McLuhan, Matthias Penzel, Franz Pichler, Florian Rötzer, Bernhard Schäfers, Peter Sloterdijk, Paul Virilio und Peter Weibel.