Seit den frühen 1970er-Jahren hat Analivia Cordeiro (São Paulo, 1954) kontinuierlich ein umfangreiches transdisziplinäres Werk geschaffen, das die Beziehungen zwischen audiovisueller Kunst und Medien, Körper und Bewegung in Raum und Zeit erforscht. Sie gilt als Pionierin der Videokunst und des computergestützten Videotanzes und ist eine der ersten Künstlerinnen weltweit, die computergestützte, speziell für die Videokamera konzipierte Tanzchoreografien programmierte. Ebenso bedeutsam ist ihre Schöpfung einer visuellen Ästhetik, die die traditionellen Sprachen des Balletts und des Tanzes revolutionierte. Dieses Buch ist die bisher vollständigste Zusammenstellung des gesamten Schaffens von Analivia Cordeiro, von den 1970er-Jahren bis 2022, und umfasst ihre wichtigsten Texte aus den Jahren 1973 bis 2018. Hinzu kommen die einleitenden Texte von Peter Weibel und Claudia Giannetti sowie historische und aktuelle Texte zu ihren künstlerischen Produktionen von 1980 bis 2020 von Mariola V. Alvarez, Jeanne Beaman, Maria Duschenes, Grace Hertlein, John Lansdown, Marcelo Leite, Arlindo Machado und Luiz Velho. Eine Auswahl von Fotoporträts der Künstlerin des renommierten brasilianischen Fotografen Bob Wolfenson aus den Jahren 1987 bis 2020 rundet die Publikation ab. Das Buch zeigt mit 470 Abbildungen den bisher besten und aktuellsten Überblick über das Werk der Künstlerin.Wichtige Texte der Künstlerin aus den 1970er-Jahren bis heute sind im Buch versammelt.Das Werk der Künstlerin wird durch Essays von renommierten Autor:innen betrachtet und eingeordnet.
Von den Medien der Macht zur Macht der Medien – provokante und prophetische Essays des großen Denkers Peter Weibel Kunst, die sich einmischt – die im besten Wortsinne „übergriffig“ wird –, birgt revolutionäres Potenzial. Wenn Kunst sich in Medienberichterstattung einmischt, weicht sie Sicherheiten auf und stellt Fragen. Was ist wahr? Was falsch? Wer hat recht? Und wer ist eigentlich „die Öffentlichkeit“? In 44 Kapiteln zeichnet Peter Weibel die historische Entwicklung nach, wie aus der Aktions- und der Medienkunst in den Nachkriegsjahren ein künstlerischer Aktivismus entstand, der das Feld der Kunst global verändert hat: Kunst „ging auf die Straße“ – sie verließ den geschützten Raum von Kunstzeitungen, Galerien und Museen: Kunst traf ihr Publikum unerwartet, unvorbereitet und deshalb mit der Macht umwälzender Gedanken. Weibels theoretische Texte offenbaren die Diskurse und Dispositive der Macht in den Feldern von Politik und Gesellschaft, aber auch von Kultur und Kunst. Aktuelle Diskurse, wie Identitätspolitik, Gender und Gewalt, (Post-) Kolonialismus, globale Migration, Defekte der Demokratien, das Ende des Eurozentrismus, die digitale Transformation, hat er bereits vor Jahrzehnten grundlegend vor ihrem geschichtlichen Hintergrund analysiert. Weibels Medientheorie liefert neue logische, semiotische und analytische Werkzeuge, mit denen die Verzerrung der Wirklichkeit durch den Missbrauch der Medien repariert werden kann. Er benennt die Akteure und Strategien, die im Spannungsfeld zwischen Politik und Massenmedien, zwischen Medien der Macht und Macht der Medien, noch Instanzen der Wahrheit und der Wirklichkeit sein können: neue Formen der Kunst, die sich mit Politik und Medien auseinandersetzen. • Fünfter Band der gesammelten Schriften des (politischen) Künstlers und Theoretikers • Mit über 300 farbigen Abbildungen
Das neunzehnte Jahrhundert war die Ära der beweglichen Maschinen auf Rädern (Autos, Züge, Fahrräder). Das zwanzigste Jahrhundert war die Epoche der bewegten Bilder, die anfangs ebenfalls mit radbasierten Maschinen (Filmkamera, Filmprojektor) produziert wurden: die ersten Schritte zur Nachahmung des Lebens durch die Faktoren Bewegung, Ton und Farbe. Mit der späteren Einführung des Computers als Universalmedium sind die Mediensysteme durch die Virtualität der Informationsspeicherung, die Variabilität der Bildinhalte und die Viabilität des Bildverhaltens gekennzeichnet. Daher wird das einundzwanzigste Jahrhundert den Aufstieg der BioMedien erleben. Der Begriff BioMedien oder biomimetische Medien bezieht sich nicht auf Bio Art – Kunst aus organischem oder biologischem Material –, sondern auf Kunst aus anorganischem Material, das organische Merkmale aufweist: Medien, die lebensähnliche Verhaltensweisen zeigen. Die Forschungsausstellung BioMedien. Das Zeitalter der Medien mit lebensähnlichem Verhalten im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe präsentierte dynamische Mediensysteme, die von computergenerierten und computersimulierten Systemen bis hin zu komplexen adaptiven Robotern und interaktiven Installationen reichen und verschiedene Aspekte des Lebens jenseits der Bewegung simulieren. Diese Mediensysteme sind keine lebenden Maschinen, sondern verhalten sich aufgrund ihrer Input-Output-Relation und ihrer Reaktionen auf die Interaktionen menschlicher und nicht-menschlicher Wesen wie lebende Organismen in künstlichen und natürlichen Ökosystemen. Mehr als sechzig Künstler und Institutionen haben Werke zu der Ausstellung beigesteuert, die diese paradigmatischen Veränderungen in der Gesellschaft und in der Kunst aufzeigen. Das vorliegende Buch konzentriert sich auf diese Kunstwerke, die in reich bebilderten Texten ausführlich beschrieben werden. Es bietet einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen von Algorithmen, künstlichem Leben und künstlicher Intelligenz in der Kunst, enthält aber auch wissenschaftliche Essays von Peter Weibel, Samuel Bianchini und Emanuele Quinz sowie Ingeborg Reichle. Mit über 360 großformatigen Farbabbildungen70 Werke, detailliert beschrieben und in ihrer technischen Funktionsweise erläuterHochwertiger, 5-farbiger Kunstbuchdruck auf nachhaltig produziertem offenem Papiertechnische Informationen zu den Kunstwerken und Diagramme ihrer Funktionsweise --- The nineteenth century was the era of moving machines, based on wheels (cars, trains, bicycles). The twentieth century was the epoch of moving images – which also started out being produced with wheel-based machines (film camera, film projector): the first steps towards the imitation of life by movement, sound, and color. With the subsequent introduction of the computer as a universal medium, media systems are characterized by the virtuality of information storage, the variability of image content, and the viability of image behavior. Therefore, the twenty-first century will see the rise of BioMedia. The term BioMedia or biomimetic media does not refer to Bio Art – art made with organic or biological material – but to art made with inorganic material that exhibits organic features: media that show life-like forms of behavior. The research exhibition BioMedia. The Age of Media with Life-like Behavior at ZKM | Center for Art and Media Karlsruhe presented dynamic media systems ranging from computer-generated and computer-simulated systems to complex adaptive robots and interactive installations which simulate various aspects of life beyond movement. These media systems are not living machines, but by virtue of their inputoutput relation and their reactions to the interactions of human and non-human entities, they act as living organisms in artificial and natural ecosystems. Over sixty artists and institutions have contributed works to the exhibition laying out these paradigmatic shifts in society and the arts. This book focuses on these artworks, which are described in detail in richly illustrated texts, presenting an overview of current developments of algorithms, artificial life, and artificial intelligence in art, but also features scientific essays by Peter Weibel, Samuel Bianchini and Emanuele Quinz, and Ingeborg Reichle.With over 360 large format color illustrations70 works, described in detail and their technical functioning explainedHigh-quality, 5-color art book printing on sustainably produced open paperTechnical information on the artworks and diagrams of how they work
Mehr als ein Kuriositätenkabinett, mehr als ein Terrarium, mehr als ein Aquarium – ein fesselnder Blick auf dreißig Jahre künstlerisches Schaffen des österreichisch-französischen Künstlerduos Christa Sommerer und Laurent Mignonneau.Das österreichisch-französische Künstlerduo Christa Sommerer und Laurent Mignonneau hat an der Schnittstelle von Naturwissenschaft, Technologie und Kunst Pionierarbeit für die Kunst des Interfaces geleistet – innovative technische Schnittstellen, die eine physische Interaktion zwischen simulativen Bildwelten und der Welt der natürlichen Sinnesorgane ermöglichen. Schon früh nutzten die beiden Algorithmen, um nicht nur Formen des Lebendigen, sondern auch deren Entwicklung und Wachstum darzustellen. Die von Karin Ohlenschläger, Peter Weibel und Alfred Weidinger herausgegebene Publikation in der Leonardo-Buchreihe im Verlag The MIT Press versammelt Schlüsselwerke der Künstler seit den frühen 1990er-Jahren in Bild und Text, kontextualisiert von renommierten internationalen Autoren: Reinhard Kannonier, Ryszard W. Kluszczyński, Birgit Mersmann, Tomoe Moriyama, Karin Ohlenschläger, Ingeborg Reichle und Siegfried Zielinski. In den Installationen der Künstler:innen, die nur durch die Interaktion mit den Betrachter:innen möglich sind, erzeugen die vom Künstlerpaar entworfenen Geräte neuartige virtuelle Realitäten und immersive Umgebungen. Ihre Werke, die man als Klassikern der digitalen Kunst bezeichnen könnte, eröffnen einen neuen Horizont, in dem Kunstwerke als lebende Systeme funktionieren können. Ihr Werk ist, wie Peter Weibel schreibt, „mehr als ein Kuriositätenkabinett, mehr als ein Terrarium, mehr als ein Aquarium; es zeigt Fabelwesen, künstliche Kreaturen, [und] ein bisher ungesehenes Panorama der Phantasie und des technischen Erfindungsreichtums“. Mit über 450 großformatigen Farbabbildungen Hochwertiger Kunstbuchdruck mit Hardcover--- “More than a cabinet of curiosities, more than a terrarium, more than an aquarium”: a captivating look at thirty years of artistic work by the Austrian-French artist duo Christa Sommerer and Laurent Mignonneau. Working at the intersection of natural science, technology, and art, Austrian-French artist duo Christa Sommerer and Laurent Mignonneau pioneered the “Art of Interface” – innovative technical interfaces that enable physical interaction between simulative visual worlds and the world of natural sensory organs. Early on, the pair used algorithms to represent not only forms of the living but also their evolution and growth. Edited by Karin Ohlenschläger, Peter Weibel, and Alfred Weidinger, this publication in the Leonardo book series of The MIT Press brings together key works of the artists since the early 1990s in pictures and text contextualized by renowned international authors: Reinhard Kannonier, Ryszard W. Kluszczyński, Birgit Mersmann, Tomoe Moriyama, Karin Ohlenschläger, Ingeborg Reichle, and Siegfried Zielinski. In the artists’ installations, which are possible only through interactions with the viewer, devices designed by the artist couple produce novel virtual realities and immersive environments. Their works, which could be considered as classics of digital art, open up a new horizon in which artworks can function as living systems. As Peter Weibel writes, their work is “more than a cabinet of curiosities, more than a terrarium, more than an aquarium; it shows mythical creatures, artificial creatures, [and] a so far unseen panorama of imagination and technical ingenuity.” With more than 450 large-format color illustrationsHigh quality art book with hard cover
"Jeder Mensch ist ein Künstler", verkündete Joseph Beuys. Er glaubte an die schöpferische Kraft des Individuums und die Veränderbarkeit der Welt. Und daran, dass auch – und gerade – Ereignisse: Kunst sind. Joseph Beuys gilt mit seinen legendären Aktionen als radikalster Veränderer konventioneller deutscher Kunstvorstellungen: er sprach mit toten Hasen, beklebte seinen Kopf mit Blattgold und Honig, inszenierte sich mit Speer, Gelatine und Orgelmusik als Gralshüter und wollte die Welt mit Kunst heilen. Mit seinen mythologisch aufgeladenen Inszenierungen mischte er nicht nur den Kunstbetrieb auf, sondern rüttelte auch an politischen Gewissheiten der Gesellschaft: Die einen waren fasziniert, die anderen ratlos. Viele brüskiert. Entziehen konnten sich ihm die wenigsten. Diese DVD-Edition zeigt erstmalig alle wesentlichen Aktionen von Joseph Beuys. Schwer zugängliche und verloren geglaubte Film- und Videodokumente wurden entdeckt, restauriert, digitalisiert und teils neu montiert, sodass die Edition u. a. Neuauflagen, Erstveröffentlichungen und Bonusmaterial enthält. Die Begleitpublikation veranschaulicht zudem Aktionen, die nicht filmisch oder videographisch dokumentiert wurden, mit Text- und Fotomaterial. Zudem liegt ein Werksverzeichnis der audiovisuellen Dokumente von Joseph Beuys bei, die sich im ZKM | Karlsruhe befinden. 8 DVDs mit einer Begleitpublikation und einem Verzeichnis der audiovisuellen Medien von Joseph Beuys im ZKM Erstmals zugänglich: Restaurierte, digitalisierte und neu montierte Film- und Videodokumentemit umfassender Begleitpublikation mit zahlreichen Abbildungen und Archivdokumenten aus der Privatsammlung Joseph BeuysDokumentation aller nicht filmisch oder videographisch festgehaltenen AktionenAufwändig gestaltete Box im Kunstbuchdruck
Zeitgenössische Medienkunst Seit über vierzig Jahren kreiert der deutsch-tschechische Künstler Michael Bielicky (geb. 1954 in Prag, lebt und arbeitet in Karlsruhe) innovative Arbeiten in den Bereichen Fotografie, Video und netzbasierter Installation. Seine Werke stehen stets im Dialog mit neuen technischen Entwicklungen und reichen von der medienhistorischen Tiefenzeit bis zu den magischen mathematischen Praktiken der mittelalterlichen Kabbalisten: Eigenwillige Hybride, die zugleich einer analogen wie digitalen Welt angehören und im Grenzbereich zwischen dem realen und dem virtuellen Raum agieren. Dabei stößt der Medienkünstler eine kritische Beschäftigung mit dem Wesen von Technologie, ihren materiellen und immateriellen Bedeutungen sowie ihrem Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unser Handeln an. Das Buch Perpetuum mobile bietet erstmals einen Überblick über Bielickys vielfältiges Gesamtwerk. Das Layout wurde vom Künstler selbst erarbeitet und integriert die experimentellen Bilder in einen grafischen „Stream of Consciousness“.__ The German-Czech artist Michael Bielicky (b. Prague, 1954; lives and works in Karlsruhe) has been an innovator in the fields of photography, video, and web-based installation art for over four decades. In an ongoing dialogue with emerging technological developments, his works probe the history of his media from the deepest strata to the magical mathematical practices of the medieval Cabalists: idiosyncratic hybrids that straddle the boundary between the analog and digital worlds. Operating on the interfaces between real and virtual spaces, his media art prompts a critical reflection on the nature of technology, its material and immaterial significations, and the ways in which it informs our perceptions and actions. The book Perpetuum mobile is the first to offer a comprehensive survey of Bielicky’s rich and diverse oeuvre. The layout, designed by the artist himself, integrates the experimental images into a graphic “stream of consciousness.”
„Gerhard Johann Lischka (ist) Erzeuger und Zeuge, Sender und Empfänger, Detektiv und Archivar, Verwalter der Vergangenheit und Gestalter der Gegenwart − immer im Modus des Denkens.“ (Peter Weibel) Für den Künstler und Medienphilosophen Gerhard Johann Lischka ist die Welt eine unausweichliche, den Menschen bedingende und formende Komponente. Die Welt und die Kunst zu beobachten – aufmerksam, ja im besten Wortsinne geistesgegenwärtig – und beide in der Beobachtung weiterzudenken, wird für Lischka zur Kunstform: Mind Art. Die Gedankenkunst Gerhard Johann Lischkas vermischt Kunst, Medien und Theorie. Sie formt sich aus Ideen, die Assoziationen sind, und gießt sich in Aphorismen, Miniaturen, Schnappschüsse Bilder, Texte, Manifeste. Die vorliegende Werkschau „Tanz die Medien“ präsentiert sich selbst als Reigen: Texte vom und über den Mendienkünstler mischen sich in loser Ordnung und vorsichtiger Kategorisierung mit Collagen und Bildern – und schaffen ein Leseerlebnis, das in der Betrachtung (wieder) zu dem wird, was die Texte der vorliegenden Werkschau sind: zu Diamanten gepresste Kopfbilder von Kunst, die selbst zu Kunst werden. Mind Art.
Die Fotografien von Marion Kalter handeln stets von Menschen – für sie hat sich die Künstlerin bereits als junge Journalistin interessiert. Darunter die künstlerische und intellektuelle Avantgarde der 1970er-Jahre, wie etwa Anaïs Nin, Paul Bowles, William Burroughs, Allen Ginsberg, Susan Sontag oder Meret Oppenheim. Bei den damals noch jungen Rencontres d’Arles und in Paris begegnete sie Fotograf:innen wie Mary Ellen Mark oder Garry Winogrand. Deep Time ist die Bilder- und Lebensgeschichte von Marion Kalter. In ihrer ersten Monografie nimmt sie anhand einer Reihe von verschiedenen fotografischen Techniken und Sujets die Inventur einer Zeit und deren Lebensgefühls vor. Klassische Porträts reihen sich an radikale Selbstinszenierungen. Stillleben von Gegenständen aus dem Nachlass von Kalters Eltern und Collagen historischer Fotos treffen auf zeitgenössische Aufnahmen, die mit dem Smartphone gemacht wurden. Zwischen diesen verschiedenen zeitlichen und geografischen Fixpunkten tut sich ein beeindruckender Bildkosmos auf, dessen einzige Konstanten die Intensität und Subjektivität sind, mit der Kalter versucht ihre Vergangenheit zu verstehen. Marion Kalter’s photographs are always about people – the artist was already fascinated by them as a young journalist. Among them were the artistic and intellectual avant-garde of the 1970s, such as Anaïs Nin, Paul Bowles, William Burroughs, Allen Ginsberg, Susan Sontag, and Meret Oppenheim. At the then still young Rencontres d’Arles and in Paris, she met photographers such as Mary Ellen Mark and Garry Winogrand. Deep Time is the picture and life story of Marion Kalter. In her first monograph, she takes stock of an era and its attitude to life through a series of different photographic techniques and subjects. Classic portraits line up with radical self-stagings. Still lifes of objects from the estate of Kalter’s parents and collages of historical photographs meet contemporary shots taken with smartphones. Between these different temporal and geographical fixed points, an impressive pictorial cosmos opens up, whose only constants are the intensity and subjectivity with which Marion Kalter tries to understand her past.
Vom Körper zum Raum – Skulptur im 20. und 21. JahrhundertDas monumentale und reich bebilderte Buch präsentiert eine neue Theorie über die grundlegenden Unterschiede der modernen Skulptur zu Werken der Vergangenheit.Vor 1900 basierte die Skulptur auf den Kategorien Masse, Volumen und Schwerkraft. Doch mit den neuen Raum- und Zeiterfahrungen, die die Industrielle Revolution und ihre Technik mit sich brachten, wurden diese historischen Kategorien, die vom Körper abgeleitet waren, rigoros negiert. Nach 1900 definierte sich die Skulptur vom Raum aus: Die Künstler:innen beschäftigten sich mit den neuen Formen dieser Zwischenräume und negativen Räume. Negative Space entfaltet die revolutionären Wege der abstrakten Skulptur im 20. und 21. Jahrhundert: von linearen und flächigen, hängenden und pneumatischen Skulpturen bis hin zu virtuellen Volumen und immersiven Environments.- Das Standardwerk zur Skulptur im 20. und 21. Jahrhundert - Mit großformatigen Farbabbildungen von 800 Werken von mehr als 400 Künstler:innen - Hochwertiger Kunstbuchdruck mit Hardcover und ausfaltbarer Raumskulptur - in Englischer SpracheFrom body to space – Sculpture in the 20th and 21st centuries This monumental and richly illustrated book demonstrates a new theory about modern sculpture’s fundamental differences from works of the past. Before 1900, sculpture was based on the categories mass, volume, and gravity. But with the new experiences of space and time brought about by the Industrial Revolution and its technology, these historical categories derived from the body were rigorously denied. After 1900, sculpture conceived the shaping of space as its only domain: Artists focused on the new shapes of these empty, interstitial, and negative spaces. Negative Space unfolds the revolutionary trajectories of abstract sculpture in the twentieth and twenty-first centuries: from linear and planar, suspended and pneumatic sculptures to virtual volumes and immersive environments.- The standard work on sculpture in the 20th and 21st centuries - With large-format color illustrations of 800 works by more than 400 artists - High quality art book with hard cover and fold out space sculpture
The two-year, three-city exhibition and research project »Digital Imaginaries« brought together artists, makers, architects, and social scientists to examine digital futures on the African continent. This book presents resulting artistic and scholarly productions alongside additional works. The contributions in this volume deal with diverse digital phenomena: From the continued impact of toxic histories and the conflict-ridden extraction of minerals critical to the digital economy to video games, experimental architecture, the reappropriation of smart city and innovation practices, the commoning of resources, attempts to digitize voter trust, calls for digital resistance and decolonial healing, the relationships between humans and technics, utopia and dystopia, and the limits of reason. The contributions articulate imaginaries and agendas capable of staving off the domination of market interests, state surveillance, and postcolonial hegemonies. Starting from positions on the African continent and in the African diaspora, the works collated here contribute to the global struggle for more diverse and inclusive digital futures.The contributions in this volume deal with diverse digital phenomena: From the continued impact of toxic histories and the conflict-ridden extraction of minerals critical to the digital economy to video games, experimental architecture, the reappropriation of smart city and innovation practices, the commoning of resources, attempts to digitize voter trust, calls for digital resistance and decolonial healing, the relationships between humans and technics, utopia and dystopia, and the limits of reason. The contributions articulate imaginaries and agendas capable of staving off the domination of market interests, state surveillance, and postcolonial hegemonies. Starting from positions on the African continent and in the African diaspora, the works collated here contribute to the global struggle for more diverse and inclusive digital futures.
Das Ausstellungs- und Rechercheprojekt »Digital Imaginaries« brachte Kunstschaffende, Maker und Produzentinnen und Produzenten aus Kunst und Wissenschaft zusammen, um digitale Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent zu untersuchen. Dieses Buch präsentiert die Ergebnisse dieses Austauschs neben weiteren Arbeiten. Die Beiträge in diesem Band beschäftigen sich mit so unterschiedlichen Phänomenen wie den anhaltenden Auswirkungen toxischer Geschichte, dem konfliktreichen Abbau von Mineralien, die für die digitale Ökonomie entscheidend sind, mit Videospielen, experimenteller Architektur, der Aneignung von Smart-City-Konzepten und Praktiken der Innovation. Sie handeln von der Vergemeinschaftung von Ressourcen, der Digitalisierung von Wahlen, Aufrufen zu digitalem Widerstand und dekolonialer Heilung, den Beziehungen zwischen Mensch und Technik, von Utopie und Dystopie sowie den Grenzen der Vernunft. Die Texte richten sich gegen die Dominanz von Marktinteressen, staatlicher Überwachung und postkolonialer Hegemonie. Ausgehend von Positionen auf dem afrikanischen Kontinent und in seiner Diaspora, tragen sie zum globalen Kampf für vielfältigere und inklusivere digitale Zukünfte bei.
In drei Werkgruppen der späten 1990er-Jahre befasst sich Stephan von Huene mit unterschiedlichen Modi des Sprechens über Kunst und entlarvt den aufgeblasenen Sprachstil der Kunstkritik. Das Buch legt die Hintergründe der Werke offen, mit denen er für einen unvoreingenommenen Umgang mit Kunst wirbt, und versammelt zahlreiches, zum Teil unveröffentlichtes Archivmaterial wie Briefe, Zeichnungen und Texte aus seinem Nachlass. Aus vielfältigen Perspektiven wie in eindrucksvollen Bildern werden Inspiration und Schaffensprozess des Künstlers nachgezeichnet.
Die kompletten Kompositionsschriften der Band The Hub, den Pionieren der elektronischen NetzwerkmusikDas US-amerikanische Ensemble The Hub zählt zu den Pionieren der Netzwerkmusik und des Live-Codings. Die aus Tim Perkis, Scot Gresham-Lancaster, Chris Brown, John Bischoff, Phil Stone und Mark Trayle bestehende Formation ging 1986 aus der League of Automatic Music Composers hervor. Sie revolutionierte die elektronische Musik mit demokratisch organisierten und in Netzwerken agierenden Kompositions- und Performanceprozessen. 2018 wurde the Hub mit dem Giga-Hertz-Preis des ZKM | Hertz-Labors und des SWR Experimentalstudios ausgezeichnet.Der vorliegende Band legt erstmals die kompletten Kompositionsschriften der Band vor und zeichnet die Bandgeschichte aus verschiedenen Perspektiven nach. - Das Vermächtnis der Giga-Hertz-Preisträger 2018- Die kompletten Kompositionsschriften der Band- Multiperspektivisch: Die Band, aber auch internationale Wegbegleiter:innen, Wissenschaftler:innen und zeitgenössische Positionen kommen zu Wort- Mit zahlreichen Zeitdokumenten und Fotos“With the now predominance of pre-chewed software creating deep musical ruts, listening to the Hub is exhilarating, the music demented and punk. (…) Playful, ironic, subversive, irreverent, unbridled, raunchy, home grown and unapologetic…” (Laetitia Sonami) “What we have here is a great vehicle to navigate the landscape of being under, in, and out of control (…) more than just enjoyable.” (Julian Rohrhuber) Musical history of technology and current perspectives on and from The HubThe US ensemble ‘The Hub’ is one of the pioneers of network music and live coding. The formation consisting of Tim Perkis, Scot Gresham-Lancaster, Chris Brown, John Bischoff, Phil Stone and Mark Trayle emerged from the League of Automatic Music Composers in 1986. They revolutionized electronic music with democratically organized composition and performance processes operating in networks, and received the Giga-Hertz Prize from the ZKM | Hertz-Lab and the SWR Experimental Studio in 2018.This volume presents the band's complete compositional writings for the first time, tracing the band's history from a variety of perspectives.- The legacy of the 2018 Giga-Hertz Prize winners. - For the first time, the scores of the band are collected and published. - Multi-perspective: the band, but also international companions, scholars and contemporary positions have their say. - With numerous historical documents and photos. “With the now predominance of pre-chewed software creating deep musical ruts, listening to the Hub is exhilarating, the music demented and punk. (…) Playful, ironic, subversive, irreverent, unbridled, raunchy, home grown and unapologetic…”(Laetitia Sonami)“What we have here is a great vehicle to navigate the landscape of being under, in, and out of control (…) more than just enjoyable.”(Julian Rohrhuber)
Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Disziplinen skizzieren die Orientierungslosigkeit in einer Welt, die mit dem Klimawandel konfrontiert ist. Beim Kartografieren des Landes, das sie bewohnen wollen, entdecken sie nicht den Globus, nicht den ikonischen »Blauen Planeten«, sondern eine Reihe Kritischer Zonen - uneinheitlich, mannigfaltig, volatil. Pierre Charbonnier - Emanuele Coccia - Sébastien Dutreuil - Jérôme Gaillardet - Martin Guinard - Emilie Hache - Bettina Korintenberg - Bruno Latour - Timothy M. Lenton - Laura Dassow Walls - Peter Weibel - Jan Zalasiewicz
This book is a collective work telling the story of NowHere Active Residencies: the artistic residency of the Open Program of the Workcenter of Jerzy Grotowski and Thomas Richards in Macao, a new center for arts, culture and research in Milan. Here, from October 3 to 12, 2014, for the first time in Milan, with free entrance or voluntary contribution, the Open Program mounts their shows on stage: Electric Party Songs and I Am America, dedicated to the work of Allen Ginsberg, The Hidden Sayings, and an open workshop. NowHere Active Residencies, supported by a crowdfunding campaign, is an artistic and political practice that rejects the logic of exchange based on do ut des, fostering instead, by means of residences, the production of knowledge, tools and spaces, beyond the capitalization of work and culture. An experience lived by several subjects in transit, starting from Mayday 2014, during the festival of performing art Folle agire urbano - Foolish Urban Act, at Palazzina Liberty in Milan, and in a set of locations, linked by composite artivism: the studies about Jerzy Grotowski's theatre research at Teatro Era in Pontedera, twisting with the Workcenter in the rehearsal rooms and in the houses at Le Vallicelle, the screening of their video materials at Cinema Beltrade in Milan, the exploration of the digital archives of performing arts to come at the ZKM Zentrum fur Kunst und Medien in Karlsruhe, Ceci n'est pas une table, the exhibition at the AREA - first edition of International Commons Festival in Chieri, 2015. The language could not be only one, nor could the reading sense be univocal: from the very beginning this book configured itself as a situationist notebook using various forms of writing and dialogue. Against the light, Allen Ginsberg's poems inspire incursions into the Beat Generation, opening up research and practice to complexity.
Dieses Buch führt in einem großen historischen Bogen in eine revolutionäre Theorie der medialen Bedingungen von Sprache bzw. der Selbstreflexion von Sprache als Medium ein. Vor Jahrtausenden beginnt die Verwandlung von Sprache in Schrift, die Sequenzierung des kontinuierlichen Lautstroms der menschlichen Rede in diskrete, visuelle Zeichen, in ein Alphabet aus Buchstaben, die als Noten der Laute dienen. Diese Schriftzeichen bedürfen allerdings eines technischen Trägermediums. Schrift ist das Urmedium, das erste Speicher- und Fernmedium. Sie macht symbolisch anwesend, was real abwesend ist, bringt nahe, was räumlich und zeitlich entfernt ist. Die Technik setzt die Arbeit der Schrift fort: Töne, Texte und Bilder überwinden die räumliche und zeitliche Ferne (griech. tele) durch die Teletechnologien. Durch neue Maschinen und Medien expandiert die Sprachkunst im 20. Jahrhundert ins visuelle und technische Feld. Im Medium des Bewegtbildes findet die Befreiung der Buchstaben statt. Lesetexte werden zu Sehtexten. Die Zeichen des Alphabets werden zu abstrakten Zeichen, manuelle und mechanische Techniken werden zu elektronischen. Die Bindung der Schrift an Papier und Buch setzt aus und die Migration der Buchstaben von einem Gastmedium zum anderen setzt ein: vom Buch zum Bildschirm, von der Papierseite zur Website, Bits und Bytes statt Lettern aus Blei, binäre Ziffernketten statt Zeichenketten, Computer statt Schreibmaschine. Am Ende der Gutenberg-Revolution wird der Algorithmus zum Autor und der Leser navigiert interaktiv im virtuellen Buchstabenfeld. Auf die akustischen und visuellen Codes als erste Stufen der menschlichen Abstraktionsleistung und Symbolverarbeitung folgt nun die dritte Stufe: der numerische Code.Im vorliegenden Band werden in präzisen Analysen die innovativen Leistungen der Sprachkunst, insbesondere des 20. und 21. Jahrhunderts, und deren Potenzial im digitalen Zeitalter vorgestellt.
Was verbindet Presse und Bildende Kunst? Wie beeinflusst die Zeitung unsere Gesellschaft? Wie gehen Künstler mit diesem Medium um? Und welche gegenseitige Einflussname existiert zwischen Kunst und Zeitung? Auf diese spannenden Fragen gibt der opulente Band »Art and Press« ausführliche Antworten. Bildreich und detailgenau beleuchtet der Katalog die faszinierenden Positionen von namhaften Gegenwartskünstlern wie Christian Boltanski, Andreas Gursky, Eberhard Havekost, Anselm Kiefer, Barbara Kruger, Rirkrit Tiranvanija, Daniel Richter, Gerhard Richter, Franz West und vielen anderen. Ein historischer Überblick bis ins frühe 19. Jahrhundert - zu sehen sind Werke von Honoré Daumier, Paul Cézanne, Pablo Picasso, Max Beckmann und anderen - rundet das bis heute aktuelle Thema gelungen ab.
Jede der geräumigen Tragetaschen ist ein ganz individueller Hingucker: Sie bestehen aus recycleten Werbe-Bannern diverser vergangener ZKM-Ausstellungen. Jede Tasche ist somit ein Unikat in individuellen Farben und Mustern - lassen Sie sich überraschen! Die Taschen bestehen aus langlebigem und strapazierfähigem Vinyl-Netzgewebe und sind digital bedruckt. Gefertigt wurden sie von der Schneiderei der Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka), die als gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Karlsruhe Berufsperspektiven insbesondere für junge Menschen beim Übergang von Schule zu Beruf und für Arbeitslose fördert. Maße: 38 x 38 x 10 cm
Diese charakterstarken Dokumententaschen bestehen aus den recycleten Werbe-Bannern diverser vergangener ZKM-Ausstellungen. Jede Hülle ist somit ein Unikat in individuellen Farben und Mustern - lassen Sie sich überraschen! Die Hüllen bestehen aus langlebigem und strapazierfähigem Vinyl-Netzgewebe und sind digital bedruckt. Gefertigt wurden sie von der Schneiderei der Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka), die als gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Karlsruhe Berufsperspektiven insbesondere für junge Menschen beim Übergang von Schule zu Beruf und für Arbeitslose fördert. Maße: 32 x 39 cm